Nach einer - von der Fahrtzeit her - planmäßigen Ötztaler Runde (wir kamen in dieser bereits im Ötztal und bei der Auffahrt ins Kühtai in den strömenden Regen), zeichnete sich leider im Verlaufe des 3-Länder Giro das ab, was zu Beginn der Rata-Runde bittere Gewissheit wurde.
0-2 Grad auf den Pässen, immer wieder teils strömender Regen, starker Wind auf 2.500 Meter und durch die Geschwindigkeit sowie ständige Nässe weit tiefer gefühlte Temperaturen als die gemessenen, verlangte absolut alles an Konzentration und Energie ab.
Nach zwei Passabfahrten in stockdunkler Nacht, bei denen jeder auch noch so kleiner Fahrfehler fatale und verhängnisvolle Folgen mit sich ziehen könnte, und der gleichzeitigen Aussicht auf 16 noch bevorstehenden Pässen sowie eines immer schlechter werdenden Wetterberichtes für die Projektregion Lombardei, Schweiz, Nordtirol für die kommenden 2 Tage, war ein Abbruch der Fahrt nach 30 Stunden, 540km und 13.000 Höhenmeter Fahrt die einzige Alternative. So schwer uns diese Entscheidung fiel, so wäre alles Andere unverantwortlich und blanke Dummheit gewesen.
Wir haben alles versucht, doch Gesundheit, Leben sowie Ehrlichkeit zu sich selbst und der Öffentlichkeit geht vor übertriebenem Ehrgeiz und falsch verstandenem Stolz. Dieses Projekt ist durchaus machbar, allerdings – und das habe ich ev. unterschätzt – ausnahmslos bei 60 Stunden äußeren Idealbedingungen. Und wann ist das bei uns auch nur einmal der Fall?
Selbstverständlich wurde der zugesagte Scheck in Höhe von Euro 3.500,- am Samstag, 18.6. Abends von Johann Bauer (ProAurum) und mir an die Bruderschaft St. Christoph am Arlberg übergeben. Besonderer Dank gilt meinem Team, das mich die ganzen Monate der. Vorbereitung und während der Projektfahrt mit unglaublichem Einsatz begleitet haben.
Ab sofort gilt das Training und der Blick nach Vorne in Richtung Race Across America im Juni 2012.


